Mariä Lichtmess
Mariä Lichtmess am 2. Februar: was gefeiert wird, warum Dienstboten an Lichtmess den Hof wechselten, welche Bauernregeln gelten und wann die Krippe weg darf.
FebruarBlasiussegen am 3. Februar: wer der heilige Blasius war, warum zwei gekreuzte Kerzen an den Hals gehalten werden, wie der Segen abläuft und was er bedeutet.
Der Blasiussegen ist ein katholischer Segen am Gedenktag des heiligen Blasius am 3. Februar, 2027 an einem Mittwoch. Der Priester oder Diakon hält dabei zwei gekreuzte, gesegnete Kerzen vor den Hals des Gläubigen und bittet auf die Fürsprache des Heiligen um Schutz vor Halskrankheit und allem Bösen. Oft verbinden Pfarreien ihn mit der Kerzenweihe an Lichtmess oder spenden ihn an den Tagen danach.
Man tritt nach vorn, der Pfarrer hebt zwei gekreuzte Kerzen, und für einen Moment liegt das kühle Wachs an beiden Seiten des Halses an. Ein Satz, ein Kreuzzeichen, dann ist der Nächste dran. Der Blasiussegen ist einer der kürzesten Bräuche des Kirchenjahrs und einer der anschaulichsten. Er ist, das sei gleich gesagt, ein Gebet und keine Behandlung.
Der Blasiussegen ist ein katholischer Einzelsegen, der am Gedenktag des heiligen Blasius am 3. Februar gespendet wird. Der Priester oder Diakon hält dem Gläubigen zwei gesegnete, gekreuzte Kerzen vor den Hals und spricht dabei eine Segensformel. Darin wird Gott auf die Fürsprache des Heiligen um Schutz gebeten, vor allem vor Krankheiten des Halses, aber auch allgemein vor Schaden an Leib und Seele.
Entstanden ist der Brauch, den Segen im Gottesdienst zu erbitten, nach Angaben der Diözese Innsbruck seit dem 16. Jahrhundert. Das Ökumenische Heiligenlexikon datiert den Halssegen mit den gekreuzten Kerzen ebenfalls in diese Zeit. Grundlage ist die Legende von der Fischgräte, von der weiter unten die Rede ist.
Der Gedenktag des heiligen Blasius ist jedes Jahr der 3. Februar, 2027 ein Mittwoch, 3. Februar 2027. In der katholischen Kirche ist er ein nicht gebotener Gedenktag, bis ins 11. Jahrhundert lag er am 15. Februar. Die orthodoxen und orientalischen Kirchen feiern Blasius am 11. Februar.
In der Praxis halten sich nicht alle Pfarreien streng an das Datum. Der Blasiustag folgt unmittelbar auf Mariä Lichtmess am 2. Februar, an dem die Kerzen für das Jahr geweiht werden, und so werden Kerzenweihe und Blasiussegen oft in einem Gottesdienst verbunden. Wie das aussieht, zeigt der Kirchenanzeiger des oberbayerischen Pfarrverbands Ampfing von 2021: Dort wurde der Segen in den einzelnen Kirchen zwischen dem 2. und dem 7. Februar gespendet, jeweils zusammen mit der Kerzenweihe. Wer den Blasiussegen sucht, schaut am besten in die Gottesdienstordnung der eigenen Pfarrei.
Der Segen wird häufig am Ende einer Messe gespendet. Zuerst werden die Kerzen gesegnet, dann treten die Gläubigen einzeln nach vorn. Der Priester hält die beiden gekreuzten Kerzen an den Hals, spricht die Segensformel und macht das Kreuzzeichen.
Eine verbreitete Formel lautet:
Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen.
Das Benediktionale, das Segensbuch der katholischen Kirche im deutschen Sprachraum, kennt daneben weitere Fassungen. Eine Gottesdiensthilfe des Bistums Hildesheim führt drei Segensworte auf: eines, das um die Behütung des Lebens bittet, eines, das Gesundheit und Heil erbittet, und das klassische mit der Halskrankheit. Im Gottesdienst spenden den Einzelsegen Priester oder Diakone, so beschreibt es etwa eine Handreichung des Bistums Görlitz.
Während der Pandemie haben mehrere Bistümer den Segen abgewandelt, in Hildesheim etwa konnten die Kerzen aus Abstand der ganzen Gemeinde entgegengehalten werden. Das zeigt nebenbei, dass es beim Blasiussegen nicht um die Berührung selbst geht, sondern um die Bitte, die dabei ausgesprochen wird.
Blasius war nach der Überlieferung Arzt und später Bischof von Sebaste, der Hauptstadt der römischen Provinz Armenien, dem heutigen Sivas in der Türkei. Er starb als Märtyrer, nach dem Heiligenlexikon um das Jahr 316, nach anderen Darstellungen um 300. Die Tradition verlegt das Martyrium in die Zeit des Kaisers Licinius, das Heiligenlexikon hält die Verfolgung unter Diokletian für wahrscheinlicher. Gesicherte Lebensdaten gibt es nicht.
Umso reicher ist die Legende. Auf der Flucht vor den Verfolgern soll sich Blasius in einer Höhle versteckt haben, wo ihn wilde Tiere bewachten und Vögel mit Nahrung versorgten. Im Gefängnis rettete er durch sein Gebet einen Jungen, dem eine Fischgräte im Hals stecken geblieben war. Eine arme Witwe, deren einziges Schwein ein Wolf geraubt hatte, bekam es durch seine Fürbitte zurück. Sie brachte dem Gefangenen dafür Essen und eine Kerze, und Blasius bat sie, jedes Jahr in seinem Gedenken eine Kerze zu opfern. Vor seiner Hinrichtung soll er gebetet haben, dass alle erhört werden, die in seinem Namen bei Halsleiden um Hilfe bitten.
Im Osten wurde Blasius schon im 6. Jahrhundert als Patron des Viehs verehrt. Im Westen wurde er seit dem 9. Jahrhundert zum Patron der Ärzte und der Wollweber, seit dem 14. Jahrhundert zählt er zu den 14 Nothelfern, jener Gruppe von Heiligen, die man in besonderen Nöten anrief. Blasius ist darin der Zuständige für den Hals.
Eine frühe Station seiner Verehrung im Südwesten: 855 kamen Reliquien nach Rheinau am Hochrhein, eine Armreliquie soll von dort in die Albzelle gelangt sein, aus der das Kloster St. Blasien im Schwarzwald hervorging.
Der Segen ist nicht der einzige Brauch des Tages. Das Heiligenlexikon nennt Kerzen, Wein, Wasser und Brot, die am Blasiustag gesegnet wurden. Mit Blasiwasser tränkte man vielerorts Küken und Gänse, damit der Fuchs sie verschone, Hirten schnitzten den Namen des Heiligen in ihre Stöcke. Für die Bauern markierte der Tag das Ende des Winters, was ihn in die Nähe der Bauernregeln rund um Lichtmess rückt.
Das alles ist Volksglaube und wird hier als solcher beschrieben. Die Diözese Innsbruck hebt in ihrer Hausfeier eine zeitgemäße Lesart hervor: Gesundheit umfasse auch die Seele, und Blasius werde inzwischen auch als Patron gegen verletzende Worte verstanden. Ein Gedanke, den man an manchem Stammtisch gern auf den ganzen Februar ausdehnen würde.
Lichtmess und Blasius sind im bayerischen Kirchenjahr ein Paar. Am 2. Februar werden die Kerzen geweiht, am 3. Februar dienen zwei davon dem Segen. Beide Tage stehen am Ende des weihnachtlichen Festkreises, der mit Dreikönig im Januar seinen letzten großen Feiertag hatte. Wer mehr über das katholische Kirchenjahr und seine Feste in der Landeshauptstadt wissen will, findet es bei der Schwester-Site unter Kirchenjahr in München.
Im Februar beginnt in Bayern zugleich die heiße Phase der Faschingszeit, beschrieben unter Fasching in Bayern. Alle Bräuche und Lostage des Monats stehen unter Februar im Jahreskreis.
Am 3. Februar, dem Gedenktag des heiligen Blasius, 2027 ist das ein Mittwoch. Weil der Tag direkt auf Mariä Lichtmess folgt, spenden manche Pfarreien den Segen schon am 2. Februar oder am Sonntag danach. Die Termine stehen in der Gottesdienstordnung der Pfarrei.
Eine eindeutige Erklärung für die Kreuzform ist nicht überliefert. Die Kerzen selbst verweisen auf die Legende, nach der eine Witwe dem gefangenen Blasius Nahrung und eine Kerze brachte und er sie bat, jedes Jahr in seinem Gedenken eine Kerze zu opfern. Gesegnet werden die Kerzen vor dem Segen, oft zusammen mit der Kerzenweihe an Lichtmess.
Eine verbreitete Formel lautet: Auf die Fürsprache des heiligen Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheiten und allem Bösen. Das Benediktionale der deutschsprachigen Bistümer kennt daneben weitere Fassungen, die allgemeiner um Gesundheit und Heil oder um den Schutz des Lebens bitten.
Ein Arzt, der Bischof von Sebaste im römischen Armenien wurde, dem heutigen Sivas in der Türkei. Er starb in einer Christenverfolgung als Märtyrer, nach dem Ökumenischen Heiligenlexikon um 316, nach anderen Angaben schon um 300. Seit dem 14. Jahrhundert zählt er zu den 14 Nothelfern und wird bei Halsleiden angerufen.
Am einfachsten über die Legende: Ein Junge hatte eine Fischgräte verschluckt und drohte zu ersticken, Bischof Blasius betete für ihn, und das Kind wurde gerettet. Der Segen ist ein Gebet, in dem man Gott bittet, auf die Gesundheit aufzupassen. Er ersetzt aber nicht den Besuch beim Arzt.
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