Allerheiligen und Allerseelen in Bayern
Allerheiligen in Bayern: warum der 1. November stiller Feiertag ist, was Gräbersegnung und Seelenzopf bedeuten und worin sich Allerseelen davon unterscheidet.
Bayerische Bräuche reichen vom Aperschnalzen im Rupertiwinkel über die Kerwa in Franken bis zum Viehscheid im Allgäu. Die meisten hängen am Kirchenjahr und am bäuerlichen Jahreslauf, andere begleiten den Lebenslauf von der Taufe bis zum Tod. Hier stehen alle Bräuche alphabetisch, jeder mit eigener Seite zu Herkunft, Ablauf, Termin und Region.
Ein Alphabet ist eine nüchterne Ordnung für etwas so Unordentliches wie Brauchtum. Zwischen Almabtrieb und Wolfauslassen liegen Prozessionen und Rügegerichte, Kinderbräuche und Feste, die die Obrigkeit lieber verboten hätte.
Ein Brauch ist eine Handlung, die eine Gemeinschaft regelmäßig wiederholt und die dabei feste, oft ritualisierte Formen angenommen hat. Tradition ist der weitere Begriff, das überlieferte Ganze, zu dem auch Wissen, Handwerk und Sprache gehören. Und die Sitte ist die Ordnung dahinter, also die Vorstellung davon, was sich gehört. Ein überlieferter Brauch bleibt nur lebendig, solange er für die Beteiligten Sinn ergibt. Wo nur die Hülle übrig ist, sprechen Volkskundler von Folklorismus.
Eine eigene Gruppe bilden die Heischebräuche. Dabei ziehen meist Kinder oder junge Leute von Haus zu Haus, sagen einen Spruch auf oder singen und bekommen dafür Gaben. Die Sternsinger gehören dazu, die Wölfe beim Wolfauslassen, deren Anführer, der Hiarta, vor jeder Tür den Hirtenspruch aufsagt, und das Wasservogelsingen an Pfingsten im Bayerischen Wald.
Unten stehen alle Bräuche alphabetisch. Jede Seite beginnt mit einer Kurzantwort und einem Steckbrief zu Termin, Region und Ursprung, danach folgt die ausführliche Geschichte. Wer einen Brauch im Jahreslauf sucht, ist im Brauchtumskalender besser aufgehoben, etwa im Dezember mit Barbarazweig, Luzia und den Raunächten. Wer wissen will, was in einer bestimmten Gegend gepflegt wird, findet es unter Regionen. Und was Taufe, Hochzeit und Tod begleitet, ist unter Lebenslauf gesammelt, von der Brautentführung bis zum Totenbrett.
Aufgenommen ist, was in Bayern als Brauch gepflegt wird oder gut dokumentiert gepflegt wurde. Dazu zählen die großen Feste des Kirchenjahres ebenso wie Formen, die eher zur Volkskultur im weiteren Sinn gehören, also Tracht, Musik und Tanz oder Wettkämpfe wie das Fingerhakeln. Auch Bräuche, die heute nur noch als Erinnerung oder Inszenierung existieren, haben einen Eintrag, das Haberfeldtreiben etwa, dessen letztes bedeutendes Treiben 1893 bei Miesbach stattfand.
Jede Seite nennt ihre Quellen. Bevorzugt sind Heimatpfleger, Bistümer, Archive, Gemeinden und Fachlexika. Unbelegte Ursprungserzählungen werden als solche benannt. Bei der Kirchweih etwa lässt sich sauber zeigen, warum in vielen altbayerischen Dörfern seit 1866 am dritten Sonntag im Oktober gefeiert wird, und das ist eine bessere Geschichte als jede erfundene.
Allerheiligen in Bayern: warum der 1. November stiller Feiertag ist, was Gräbersegnung und Seelenzopf bedeuten und worin sich Allerseelen davon unterscheidet.
Almabtrieb in Bayern: warum das Vieh im Herbst geschmückt von der Alm kommt, was Aufkranzen und Fuikl bedeuten, wann Almabtriebe sind und wo man sie erlebt.
Aperschnalzen im Rupertiwinkel: was hinter dem rhythmischen Peitschenknallen steckt, wie eine Passe schnalzt und wann das Rupertigau-Preisschnalzen 2027 ist.
Barbarazweige: warum man am 4. Dezember Kirschzweige schneidet, welche Zweige sich eignen, was die Blüte bedeutet und wie sie bis Weihnachten gelingt.
Bauernregeln in Bayern: woher die Wetterregeln kommen, alle wichtigen Lostage nach Monaten, bekannte Sprüche und was Meteorologen vom DWD dazu sagen.
Bayerische Tracht erklärt: Geschichte von Lederhose und Dirndl, Gebirgstracht und Miesbacher Tracht, Trachtenvereine und der Unterschied zur Landhausmode.
Bayerische Volksmusik von Blasmusik über Stubenmusik bis Zwiefacher und Gstanzl: Herkunft, Besetzungen, bekannte bayerische Lieder und regionale Unterschiede.
Bayerischer Volkstanz von Landler, Zwiefacher und Dreher bis Polka und Boarischer: Takte, Figurentänze, offenes Tanzen und wo man bayerisch tanzen lernt.
Blasiussegen am 3. Februar: wer der heilige Blasius war, warum zwei gekreuzte Kerzen an den Hals gehalten werden, wie der Segen abläuft und was er bedeutet.
Böllerschießen in Bayern: wann Böllerschützen krachen lassen, Handböller, Schaftböller und Standböller, Weihnachtsschützen und was die Erlaubnis voraussetzt.
Brautentführung bei der bayerischen Hochzeit: wie Brautstehlen und Brautverziehen ablaufen, wer im Wirtshaus auslöst und welche Hochzeitsbräuche dazugehören.
Charivari: was die Silberkette an der Lederhose ist, was Grandln, Fuchszähne und Münzen bedeuten, wie man sie trägt und was Katzenmusik damit zu tun hat.
Christbaumloben in Bayern: Was hinter dem Brauch steckt, wann man zum Christbaum loben geht, welche Sprüche passen und warum es dafür ein Schnapserl gibt.
Die Wilde Jagd: Sage vom Geisterheer, das in den Rauhnächten über Bayern zieht. Wer sie anführt, woher sie stammt und warum keine Wäsche hängen darf.
Eisheilige vom 11. bis 15. Mai: wie die fünf Heiligen heißen, warum in Bayern die Kalte Sophie zählt, welche Bauernregeln es gibt und was der DWD dazu sagt.
Englmarisuchen in Sankt Englmar am Pfingstmontag: Legende des seligen Engelmar, Festzug zum Kapellenberg, Suche der Figur, Ochsenwagen, Pfingstl und Geschichte.
Bergkirchweih Erlangen: 2027 vom 13. bis 24. Mai, seit 1755 an den Felsenkellern am Burgberg. Termin-Regel, Keller, Anstich, Bierbegräbnis und Liederdebatte.
Erntedankfest in Bayern: wann Erntedank gefeiert wird, was Erntekrone und Erntedankaltar bedeuten und woher der Brauch kommt. Mit Geschichte und FAQ.
Fasching in Bayern: alle Termine 2027 vom Unsinnigen Donnerstag bis Faschingsdienstag, Bräuche in Altbayern und Schwaben, Ferien und Feiertage.
Faschingskrapfen in Bayern: woher der Krapfen kommt, warum er zum Fasching gehört, was ihn vom Berliner unterscheidet und wie er in welcher Region heißt.
Fastnacht in Franken: wie die Prunksitzung aus Veitshöchheim entstand, was fränkische Fastnacht ausmacht und wo die großen Umzüge in Franken ziehen.
Fensterln in Bayern: was Kammerfensterln bedeutet, woher der nächtliche Werbebrauch kommt, was Mythos und was belegt ist und was davon heute noch übrig ist.
Fingerhakeln erklärt: Regeln am Hakeltisch, Gewichtsklassen, Alpenländische, Bayerische und Deutsche Meisterschaft, Herkunft und Verletzungsrisiko.
Fischessen am Aschermittwoch in Bayern: warum Fisch statt Fleisch, woher das Heringsessen kommt, was die Kirche vorschreibt und wann Aschermittwoch 2027 ist.
Freinacht in Bayern: Was in der Nacht zum 1. Mai Brauch ist, woher die Freinacht kommt, welche Streiche geduldet werden und wo die Grenze zur Straftat liegt.
Fronleichnam in Bayern: was gefeiert wird, warum der Tag landesweit Feiertag ist, wie Prozessionen ablaufen und wo es Besonderes wie die Seeprozession gibt.
Funkenfeuer im Allgäu und in Schwaben: wann der Funkensonntag 2027 ist, wie der Funken gebaut wird, was die Funkenhexe bedeutet und was ins Küchle gehört.
Further Drachenstich in Furth im Wald: Festspiel seit 1879, Ursprung in einer Prozession von 1590, Laufroboter-Drache, Festzug und alle Termine 2027.
Gebirgsschützen in Bayern: Geschichte seit der Landesdefension, Bund mit 48 Kompanien, Patronatstag zu Ehren der Patrona Bavariae, Tracht und Böllerschützen.
Georgiritt in Bayern: wie der Traunsteiner Ritt am Ostermontag mit Schwerttanz abläuft, wer der heilige Georg war und wo es weitere Georgiritte gibt.
Goaßlschnalzen in Bayern: Herkunft des Peitschenknallens der Fuhrleute, Bau der Goaßl, Schnalzen im Takt, Meisterschaft und Unterschied zum Aperschnalzen.
Haberfeldtreiben im bayerischen Oberland: was die Haberer nachts taten, woher der Name kommt, warum Miesbach 1893 das Ende brachte und was blieb.
Heilige Drei Könige am 6. Januar: warum der Tag in Bayern Feiertag ist, was Epiphanias bedeutet, wie die Könige heißen und was Dreikönigswasser ist.
Heiliges Grab in Bayern: was die barocken Grabkulissen der Karwoche zeigen, was die Glaskugeln bedeuten und wo man Heilige Gräber wie in Höglwörth sieht.
Hochzeitsbräuche in Bayern von Altbayern bis Franken: Hochzeitslader, Hochzeitsbaum, Baumstammsägen, Brautentführung, Kammerwagen und vergessene Bräuche.
Der Hundertjährige Kalender stammt aus Kloster Langheim in Oberfranken. Wer ihn schrieb, wie der Planetenzyklus funktioniert und was er wirklich vorhersagt.
Was ist ein Hungerbaum? Der bayerische Brauch für Paare, die nach sieben Jahren noch nicht verheiratet sind: Regeln, Bedeutung, Herkunft und Kritik.
Immaterielles Kulturerbe in Bayern: welche Bräuche im Landesverzeichnis stehen, was bundesweit und bei der UNESCO gelistet ist und wie man aufgenommen wird.
Josefitag am 19. März: warum der Josefstag in Bayern bis 1968 Feiertag war, was am Namenstag von Josef und Sepp Brauch ist und wann Josefi 2027 gefeiert wird.
Kathreintanz: warum um den 25. November das letzte Tanzfest vor dem Advent steigt, was „Kathrein stellt den Tanz ein“ heißt, mit Münchner Kathreintanz 2026.
Kindsbaum, Lumpenmacherei, Bixnmacherei und Weisertwecken: was die bayerischen Bräuche zu Hochzeit und Geburt bedeuten, woher sie kommen und was man schreibt.
Kirchweih in Bayern: warum die Kirta am dritten Sonntag im Oktober ist, was Kerwa und Kirwa in Franken bedeuten, dazu Kirtahutschn, Kirtanudeln und Gans.
Klausentreiben im Allgäu: wann Klausen und Bärbele unterwegs sind, wie alt der Brauch belegt ist, wer mitlaufen darf und was 2026 in Sonthofen ansteht.
Klöpfelnächte in Bayern: warum Kinder an den Donnerstagen im Advent an Türen klopfen, singen und Gaben sammeln, und was der Brauch seit 1454 erlebt hat.
Krampuslauf in Bayern: wer der Krampus ist, woher der Brauch kommt, welche Regeln für die Rute gelten und wo Krampusläufe in Bayern 2026 stattfinden.
Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt: welche Kräuter hineingehören, wie man den Buschen bindet, was die Kräuterweihe am 15. August bedeutet und woher sie kommt.
Leichenschmaus in Bayern: was Leichentrunk, Kremess und Totenmahl bedeuten, wer einlädt und zahlt, dazu Aufbahrung, Rosenkranz und Sterbebilder erklärt.
Leonhardiritt und Leonhardifahrt in Bayern: Bad Tölz, Kreuth, Benediktbeuern und weitere Orte, Termine November 2026, Truhenwagen, Segnung und Geschichte.
Lucia-Nacht am 13. Dezember in Bayern: das Luzienhäuschenschwimmen in Fürstenfeldbruck, die Schreckgestalt Schiache Luz und wer die heilige Lucia war.
Maibaum in Bayern: woher die Tradition kommt, wie der Baum aufgestellt, gestohlen und ausgelöst wird und was Altbayern, Franken und Schwaben unterscheidet.
Mariä Lichtmess am 2. Februar: was gefeiert wird, warum Dienstboten an Lichtmess den Hof wechselten, welche Bauernregeln gelten und wann die Krippe weg darf.
Was ist ein Marterl? Bedeutung, Herkunft und Formen von Marterl, Bildstock, Wegkreuz und Flurkreuz in Bayern, mit Beispielen aus Oberbayern und Franken.
Martinsumzug in Bayern: warum Kinder am 11. November mit Laternen ziehen, woher Martinsgans und Martinsfeuer kommen und was der Pelzmärtel in Franken tut.
Metzgersprung am Münchner Fischbrunnen: wie Metzgerlehrlinge freigesprochen werden, woher der Brauch kommt, der Dreijahresturnus und der Sprung in Salzburg.
Nikolaus und Krampus in Bayern: wie der Einkehrbrauch am 5. und 6. Dezember abläuft, woher Kramperl und Buttnmandl kommen und was der Stiefel bedeutet.
Osterbräuche in Bayern im Überblick: Palmbuschen, Ratschen, Antlasseier, Osterfeuer, Speisenweihe, Osterbrunnen und Emmausgang, mit Terminen für Ostern 2027.
Osterbrunnen in Bayern: woher der Brauch aus der Fränkischen Schweiz kommt, was er bedeutet, wo die größten Brunnen stehen und wie lange sie geschmückt sind.
Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz: Bieberbach und andere Orte, Touren und Routen, Zeitraum 2027 und was Besucher wissen sollten, bevor sie losfahren.
Osterfeuer in Bayern: was das Feuer der Osternacht bedeutet, wann es brennt, wie es sich von Brauchfeuer und Judasfeuer unterscheidet und woher es kommt.
Osterkerze: was Kreuz, Alpha und Omega, Jahreszahl und Wundmale bedeuten, wann sie angezündet wird, wie lange sie brennt und wie man sie selbst gestaltet.
Palmbuschen binden in Bayern: welche Zweige hineingehören, was am Palmsonntag geschieht, woher der Palmesel kommt und was mit dem alten Buschen passiert.
Perchtenlauf in Bayern: was Perchten sind, wie alt der Brauch ist, was Schön- und Schiachperchten unterscheidet und alle Lauftermine in Kirchseeon 2026/27.
Pfingstritt in Bayern: Geschichte und Ablauf des Kötztinger Pfingstritts, Pfingstbraut und Pfingsthochzeit, dazu die Pfingstritte in Ochsenfurt und Kemnath.
Politischer Aschermittwoch in Bayern: wie aus dem Vilshofener Viehmarkt ein Brauch wurde, warum Passau dazugehört, wie der Tag abläuft und wann er 2027 ist.
Ratschen zu Ostern in Bayern: warum an Karfreitag und Karsamstag die Glocken schweigen, wie Ministranten mit der Holzratsche rufen und was sie dafür bekommen.
Rauhnacht räuchern in Bayern: an welchen Nächten Haus und Stall ausgeräuchert wurden, was in die Räucherpfanne kam und was volkskundlich dahintersteckt.
Rauhnächte in Bayern: wann sie beginnen und enden, wie viele es gibt, welche Bräuche belegt sind und alle Nächte 2026/27 mit Datum im Überblick.
Rauhnächte Bedeutung: woher der Name kommt, was über die Herkunft belegt ist, ob die Raunächte heidnisch sind und was die einzelnen Nächte bedeuten.
Rauhnächte Rituale im Überblick: welche Bräuche in Bayern überliefert sind, wie geräuchert wurde und woher das Ritual der 13 Wünsche wirklich stammt.
Schäfflertanz in Bayern: woher der Tanz der Fassmacher kommt, warum er nur alle sieben Jahre stattfindet, wo außer München getanzt wird und wann wieder.
Schuhplattler in Bayern: woher der Tanz kommt, wie Plattler, Burschenplattler und Holzhacker funktionieren, was beim Preisplatteln und Gaufest zählt.
Fasnet in Bayerisch-Schwaben und im Allgäu: was Häs, Larve und Narrenzunft bedeuten, wie ein Narrensprung abläuft und wann die Fasnet 2027 am heißesten ist.
Siebenschläfer am 27. Juni: was die Bauernregel zum Wetter sagt, warum der Lostag eigentlich Anfang Juli liegt, was der DWD dazu meint und woher der Name kommt.
Bräuche zu Silvester und Neujahr in Bayern: Böllern, Neujahrsanblasen, Neujahrsbreze, Wachsgießen statt Bleigießen, Glücksbringer und woher Silvester kommt.
Sonnwendfeuer und Johannifeuer in Bayern: woher die Feuer zur Sommersonnenwende kommen, was Johanni am 24. Juni bedeutet und wo Bergfeuer in den Alpen brennen.
Starkbierzeit in Bayern: wie die Paulanermönche das Fastenbier Salvator erfanden, was beim Derblecken am Nockherberg passiert und die Starkbierfeste 2027.
Steckerlfisch in Bayern: was hinter dem Fisch am Holzstab steckt, welcher Fisch traditionell aufs Steckerl kommt und warum er zu Biergarten und Wiesn gehört.
Sternsinger in Bayern: wann sie 2027 kommen, was C+M+B an der Tür bedeutet, was man ihnen gibt und wie aus dem alten Heischebrauch eine Spendenaktion wurde.
Tanz in den Mai in Bayern: was hinter der Nacht zum 1. Mai steckt, woher Walpurgisnacht und Freinacht kommen und wo man heute traditionell in den Mai tanzt.
Totenbretter im Bayerischen Wald und in der Oberpfalz: vom Aufbahrungsbrett zum Gedenkzeichen am Wegrand, Inschriften, Sprüche, Volksglaube und Standorte.
Trachtenhut in Bayern: Miesbacher Scheibling, Werdenfelser und Chiemgauer Hut, Priener Hut für Frauen, dazu Gamsbart, Adlerflaum und Spielhahnfeder erklärt.
Trachtenvereine in Bayern: was ein Trachtenverein macht, wie 1883 in Bayrischzell alles begann, welche Gauverbände es gibt und was der Trachtenverband tut.
Viehscheid im Allgäu: was am Scheidplatz passiert, warum das Kranzrind nur nach einem guten Sommer geschmückt wird und welche Termine 2027 schon feststehen.
Wasservogel-Tradition in Bayern: Wasservogelsingen im Bayerischen Wald, Pfingstl, Pfingstlümmel und Pfingstochse. Ablauf, Geschichte und was belegt ist.
Weihnachten in Bayern: Christkind statt Weihnachtsmann, Krippe, Christmette, Frauentragen und Herbergssuche, dazu bayerische Weihnachtsgrüße auf Bairisch.
Werdenfelser Fasnacht in Mittenwald und Garmisch-Partenkirchen: wer die Maschkera sind, woher die Holzlarven stammen und was am Unsinnigen Donnerstag los ist.
Wolfauslassen im Bayerischen Wald: warum am Vorabend von Martini Gruppen mit schweren Glocken durch Rinchnach ziehen, dazu Hirtenspruch, Termin und Herkunft.
Der Brauch regelt, wie eine Handlung abläuft, also etwa wann und in welcher Reihenfolge ein Maibaum aufgestellt wird. Die Sitte ist die moralische Ordnung dahinter, also das, was in einer Gemeinschaft als richtig und schicklich gilt. Im Alltag werden beide Wörter oft gleichbedeutend verwendet.
Bekannt sind vor allem Maibaumaufstellen, Kirchweih, Leonhardifahrt und Georgiritt, Fronleichnamsprozession, Almabtrieb, Krampus- und Perchtenläufe, Sternsingen und das Räuchern in den Raunächten. Dazu kommen regionale Bräuche wie die Osterbrunnen in Franken, der Viehscheid im Allgäu oder das Wolfauslassen im Bayerischen Wald.
Eine seriöse Rangliste gibt es nicht, weil Ersterwähnung und tatsächliches Alter oft auseinanderfallen. Gut belegt alt sind etwa der Kötztinger Pfingstritt, der auf ein Gelöbnis von 1412 zurückgeführt wird, und der Further Drachenstich mit einem ersten Beleg von 1590. Viele angeblich uralte Bräuche sind dagegen erst im 19. oder 20. Jahrhundert entstanden oder neu belebt worden.
Das wird oft behauptet, ist aber nur selten belegt. Bei den Raunächten, den Perchten oder den Johannisfeuern ist eine vorchristliche Herkunft umstritten oder bloße Vermutung. Die meisten Bräuche lassen sich dagegen klar an kirchliche Feste und an das bäuerliche Arbeitsjahr binden.
Stand: 21. Oktober 2026.